Vortrag zum Projekt SMARTKITA stößt auf positive Resonanz auf dem 8. AAL-Kongress in Frankfurt

 

 

 

 

 

 

Können assistive Technologien eigentlich ein selbstbestimmtes und aktives Leben der Menschen bis ins hohe Alter unterstützen? Wenn ja, wie kann die konkrete Unterstützung in den Bereichen Wohnen, Gesundheit und Pflege aussehen? Insbesondere dieser Fragestellung wurde auf dem 8.AAL- Kongress am 29. und 30. April nachgegangen und die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse vorgestellt und diskutiert. Auf der angegliederten Fachausstellung gab es zusätzlich die Möglichkeit, sich über neue Produkte und Dienstleistungen zu informieren.

 

Auch die Partner des SMARTKITA-Projekts waren auf dem Kongress vertreten. In einem 20-minütigen Vortrag stellte die Projektmanagerin des pme Familienservice, Felicitas Kohl, das Projekt einem breiten Fachpublikum vor.

 

Den Schwerpunkt ihres Vortrages legte Felicitas Kohl neben einer allgemeinen Vorstellung des Projektes und der geplanten Maßnahmen auf den Bereich der Nutzereinbindung: Herausforderungen und Belastungen für pädagogische Fachkräfte sind meist so hoch, dass diese zu einem frühzeitigen Ausscheiden aus dem Berufsfeld führen. So ist z.B. die hohe Lärmbelastung ein normaler Bestandteil des Erzieher/innenberufes, trotzdem wirkt sich dauerhafter Lärm negativ auf die Gesundheit aus. Auch fehlen Orte und Angebote zur Regeneration in vielen Kitas, die Arbeitsorganisation ist suboptimal und gerade für ältere Mitarbeiter/innen ist die oft auf Kinder zugeschnittene Möblierung nicht besonders komfortabel und schwer nutzbar.

An dieser Stelle greift das SMARTKITA-Projekt, welches die AAL-Thematik ins Umfeld von Kitas ausweitet.

 

Ein wesentlicher Aspekt des Projekts liegt in der engen und laufenden Einbindung der Beteiligten und potentiellen Nutzerinnen und Nutzer durch Gruppendiskussionen, Befragungen, Beobachtungen und Feedbackschleifen. Um die Anforderungen der älteren pädagogischen Fachkräfte zu berücksichtigen und den Erfolg der Maßnahmen zu sichern, werden alle Schritte mit dem extra für das Projekt gegründeten Ältestenrat, bestehend aus Mitarbeiter/innen ab 50 Jahren, gesondert geprüft und diskutiert.

Die Rückmeldungen des „Proof of Concepts" (=Machbarkeitsstudie) zeigen, dass sich diese enge Nutzerintegration bezahlbar macht. Alle  Maßnahmen wurden größtenteils mit „sehr positiv" und „positiv" bewertet.

Felicitas Kohl betonte, dass sich durch die frühe und konsequente Einbindung der Beteiligten, die Akzeptanz gegenüber sich verändernden Arbeitsbedingungen erhöht und die Technikentwicklung optimiert werden kann.

 

SMARTKITA wurde vom Publikum als interessantes und spannendes Projekt wahrgenommen , insbesondere aufgrund der Tatsache, dass hier die AAL-Thematik nicht im klassischen Bezug zu Senioren und Pflege betrachtet wird.